Christenverfolgung heute
Jedes Jahr zeigt das Hilfswerk Open Doors mit seinem Verfolgungsindex (WVI) die Welt aus einer anderen Perspektive. Nämlich aus der von Millionen von Menschen, die verfolgt und benachteiligt werden, weil sie Christen sind. Anfang Januar erschien – nach Auswertung verschiedenster Faktoren - die neue Rangliste aus 50 Staaten, in denen dies am stärksten geschieht. Ob in Asien, der arabischen Welt oder in Afrika: Die Situation für Christen hat sich zunehmend dort verschlechtert, wo auch der islamische Extremismus zugenommen hat.Zum zehnten Mal in Folge führt das abgeschottete Nordkorea auf Platz 1 die Rangliste an. Die weiteren neun vorderen Plätze belegen allesamt islamisch geprägte Staaten. Insgesamt sind drei Viertel der Länder des WVI – 38 Staaten - islamisch geprägt. Alle Platzierungen und den ausführlichen Bericht zum Weltverfolgungsindex 2012 finden Sie hier.
Hier werden Christen am meisten verfolgt
Platz 1 Nordkorea
Platz 2 Afghanistan
Platz 3 Saudi-Arabien
Platz 4 Somalia
Platz 5 Iran
Platz 6 Malediven
Platz 7 Usbekistan
Platz 8 Jemen
Platz 9 Irak
Platz 10 Pakistan
Christenverfolgung darf kein Randthema bleiben
„Gerade als Christen in der so genannten freien Welt haben wir eine besondere Verantwortung für unsere verfolgten Glaubensgeschwister“, sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland (Kelkheim bei Frankfurt am Main). Es sei nicht hinnehmbar, dass Christen aufgrund ihres Glaubens für 25 Jahre und länger in Todeszellen sitzen, in Arbeitslagern zu Tode gefoltert werden oder auf der Flucht sind, weil sie sich für den Glauben an Christus entschieden haben. „Es ist zutiefst schmerzlich, zu wissen, dass Christen brutal verprügelt, junge Christinnen versklavt und vergewaltigt, Pastoren ermordet und Kirchen abgebrannt werden“, so Rode. Der erste Hilferuf verfolgter Glaubensgeschwister mit der Bitte um Gebet gehe daher an die Christen und Kirchengemeinden in Freiheit. „Das Leiden von 100 Millionen Christen weltweit darf nicht länger nur ein Randthema unserer Gesellschaft bleiben“, appelliert Rode. Das Hilfswerk Open Doors ruft Christen, Politiker und die Öffentlichkeit in aller Welt auf, unterdrückten und verfolgten Christen eine Stimme zu geben und ihnen im Gebet sowie durch konkrete Unterstützung zur Seite zu stehen. „Als Hilfswerk möchten wir hierfür eine Brücke der Information, Hilfe und Ermutigung sein“, sagt Rode weiter.
Veröffentlichung mit Genehmigung von Open Doors
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Bibliothek für Hugenottengeschichte (BfHG)
