Ahnenforschung
► Wir beraten Sie. Die Bibliothek für Hugenottengeschichte unterstützt Sie gerne mit Hinweisen beim Einstieg in die Ahnenforschung, kann jedoch keine Aufträge zur Ahnenforschung annehmen.
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Für fast alle Länder des Refuge und für die Ahnenforschung ist zu beachten:
- Höhepunkt des Refuge der französischen Glaubensflüchtlinge waren die Jahre 1683 bis ungefähr 1710. Selbst kleinste Gemeinden in den Aufnahmeländern waren davon betroffen. Die einzelnen Orte verzeichneten außerdem auch einzelne Refugianten vor und nach der eigentlichen Verfolgungszeit der Hugenotten. So unterscheidet man oft zwei Emigrationswellen, nämlich jene des „Ersten Refuge“ infolge der Bartholomäusnacht im 16. Jahrhundert und dann den eigentlichen Exodus des „Grand Refuge“ Ende des 17. bis Mitte 18. Jahrhunderts.
- Die Spur bis hin zum Hugenotten- und Waldenservorfahren muss sich lückenlos über sieben bis zehn (und mehr) Generationen nachweisen lassen - bis zur Ankunft z.B. in die Schweiz, der Aufnahme in eine der Gemeinden oder aber der Weiterreise und Niederlassung an einem neuen Ort eines Drittlandes.
- Ein französisch klingender Name an sich ist noch kein Garant für eine hugenottische (oder waldensische) Abstammung. Identische Namen können ihren Ursprung sowohl in Frankreich wie auch beispielsweise in der französischen Schweiz haben.
- Hugenottische und waldensische Identitäten können in manchen Registern manchmal zusätzlich präzisiert sein. So beispielsweise mit: "du Dauphiné, Languedoc, Cévennes, Vivarais, du Piémont, des Vallées, d’Orange“; „refugié, déchassé ou exilé (pour cause de religion), R.P.R., Exulant, Refugiant, Flüchtling (um des Glaubens willen) prosélyte…" (A.a.O., S. 27).
- Deutschsprachige Textstücke sind meist in der allgemein gebräuchlichen altdeutschen Schrift (Deutsche Kurrentschrift) geschrieben. Französische Namen aber finden sich fast immer in lateinischen Buchstaben gehalten, sind also gut erkennbar (s. Abb. unten).
Quelle: Bulletin der Association Suisse pour l’Histoire du Refuge Huguenot
Nr. 10 (1990), S. 29
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